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PROFI-Einführung in der Warmbandtafelanlage: SZST realisiert zusammen mit der pdv-software GmbH neuen Prozessführungsrechner

Warmbandtafelanlage bei Salzgitter FlachstahlFür die Einführung des einheitlichen Materialverfolgungssystems PROFI in der Warmbandtafelanlage (WBT) der Salzgitter Flachstahl war neben umfangreichen Änderungen in der Anlagensteuerung auch die Entwicklung eines neuen Prozessführungsrechners mit der erforderlichen Hardware notwendig. Dies hatte mehrere Gründe: So managte der alte Anlagenrechner gleichzeitig die Ankopplung an die übergeordneten Systeme sowie die gesamte Anlagensteuerung. Diese Kombination war für die Instandhaltung durch die SZST (Salzgitter Service und Technik) im Störungsfall nur sehr aufwändig zu warten. Zudem führten ausschließlich externe Firmen Änderungen an der Software durch und erhöhten so als zusätzliche Schnittstelle die Reaktionszeiten.

Da die Firma pdv-software GmbH aus Goslar bereits als bewährter Partner für mehrere Bereiche der Salzgitter AG tätig war, wurde sie mit der Neuentwicklung beauftragt. Das Projekt startete im August 2010. Gemeinsam mit allen Beteiligten erstellten die pdv-software GmbH und SZST das Pflichtenheft und begannen anschließend mit der Umsetzung.

Um den Produktionsablauf nicht zu beeinträchtigen, wurden Testsysteme installiert. Im Januar 2011 stellte die pdv-software GmbH dann die vollständig neu entwickelte Software vor, die anschließend mit Hilfe der Anwender weiter optimiert wurde. Auf diese Weise war es möglich, die Lösung bis ins Detail an die Prozesse der Warmbandtafelanlage sowie an die Wünsche der Anwender anzupassen. Parallel dazu wurde bereits die Kopplung zur SPS fertiggestellt. Die Kommunikation zu den Systemen der Gesis, dem IT-Dienstleister der Salzgitter AG, verlief reibungslos, sodass die Tests schon nach zwei Tagen abgeschlossen werden konnten.

Erfolgreich ohne Rückversicherung in den Produktivbetrieb

Eine besondere Herausforderung war es, die Anlage nach der Inbetriebnahme mit dem neuen System ohne Rückversicherung des alten Systems in den Produktivbetrieb gehen zu lassen. Dies gelang komplikationslos: Am 12. April wurde der neue Prozessführungsrechner mit all seinen Kopplungen in Betrieb genommen und um exakt 12:37 Uhr verließ das erste Paket den Auslaufrollgang der Warmbandtafelanlage.

In den nachfolgenden Tagen wurden die Mitarbeiter der Warmbandtafelanlage umfassend vom Projektteam betreut und kleinere Änderungswünsche in der Bedienoberfläche umgesetzt. Die Anwender nahmen das neue System positiv an – ein deutlicher Hinweis auf die hohe Fachkompetenz aller beteiligten Firmen und Abteilungen sowie die frühzeitige Einbindung in den Entwicklungsprozess. Am 29. Juni 2011 wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen.

Die Warmbandtafelanlage verfügt seitdem über ein übersichtliches, auf klaren Strukturen basierendes System, das im Störungsfall einfach zu handhaben ist, die Störungssuche deutlich vereinfacht und auch bei einem Ausfall der kompletten Rechnertechnik innerhalb kürzester Zeit durch vorhandene Reservesysteme wieder betriebsbereit ist.

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