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Terminal im Holz-Chassis von 1983Die erfolgreiche Geschichte der pdv-software GmbH reicht bis in das Jahr 1980. Der spätere Firmeninhaber der PDV-Systeme, Dr. Dietmar Kipping, und Tristan Niewisch lernten sich bei der VAW Lippewerk in Lünen kennen. Für die Promotion über die Prozessoptimierung des Werkskraftwerkes wurden Messwerte benötigt. Der frisch ausgebildete Mess- und Regeltechniker Tristan Niewisch wurde mit der elektronischen Datenerfassung der benötigten Messwerte vertraut gemacht und zu einem Fortran-IV-Programmierer auf einer PDP11 ausgebildet.

1982 erfolgte die Gründung des Ingenieurbüros für Wärme- und Prozesstechnik IWP durch Dr. Dietmar Kipping in Goslar. Der erste Mitarbeiter, der in einem Forschungsprojekt über einen neuen Baustoff aus die Daten erfassen durfte, war Tristan Niewisch. Ziel des kleinen, auf mit dem Wissen um die Thermodynamik ausgestatten Unternehmens war die Idee, mehr Daten zu erfassen, um Industrieprozesse zu optimieren. Die ersten Kunden waren Energie-intensive Betriebe aus den Bereichen Zement und Stahl.

In den 80er und 90er Jahren boomte das EDV-Hardwaregeschäft. Aus dem Ingenieurbüro wurde mehr und mehr ein Systemhaus mit angeschlossenem Softwarebereich. Nach einer kurzen Phase als OHG wurde die PDV-Systeme als GmbH für Systeme des Herstellers Digital Equipment ins Leben gerufen. Dietmar Kipping hielt 65 Prozent, Tristan Niewisch 35 Prozent der Anteile. Im Laufe von rund 30 Jahren wuchsen die Bereiche Hardware und Software kontinuierlich. Würde man alle im Laufe der Zeit gegründeten Niederlassungen, Tochterfirmen, Beteiligungen - wie die PDV-Systeme Sachsen oder die PDV-Systeme in Erfurt - zusammenrechen, käme man auf zeitweise über weit 200 Mitarbeiter. Das Konzept aber war, Ideen zu liefern, Marktbegleiter zu sein und neue Firmen zu gründen, die heute in Eigenständigkeit weiter wachsen – wie wir als pdv-software GmbH. 

Aus dem Handel mit Hardware entwickelte mehr und mehr die Spezialisierung auf Datensicherheit, Vernetzung und Storage-Lösungen. Die gleiche Spezialisierung erfolgte auch im Softwarebereich. KPI`s (Key Performance Indikatoren) waren damals noch grundlegend aus den Daten gewonnene Fakten; 'PDV' stand für Prozess-Daten-Verarbeitung - was man heute als Industrie-4.0-Lösungen bezeichnen würde.

So wie sich Hardware-Strukturen geändert haben, so sind auch die Software-Entwicklungsprozesse von heute nicht mehr mit der Programmierung aus den 1980er Jahren vergleichbar. Wichtig ist und bleibt das Verständnis für die Prozesse unserer Kunden – und das ist in all den Jahren nicht nur erhalten geblieben, sondern gewachsen. 

Die Aufspaltung 2007 und der daraus folgenden Fokussierung der Stärken im jeweiligen System-  bzw. Softwarebereich war Grundlage für den dauerhaften Erfolg beider Firmen. Konsequent wurden die Profile geschärft.

War es früher einmal entscheidend, Hard- und Software aus einer Hand zu bekommen, um so sicher zu stellen, dass man auch eine funktionierende (Gesamt-)Lösung bekommt, so erwarten unsere Kunden heute, dass unsere Software selbstverständlich auf den vorhandenen Strukturen, Betriebssystemen und Datenbanken ihre Arbeit tut. Die Kompetenz in Software-Technologien und das Verständnis der Prozesse unserer Kunden geben uns Rückenwind. Das effektive Projektmanagement und das konsequente Denken in wiedernutzbaren Softwarestrukturen (Frameworks) werden systematisch weiter ausgebaut. Individuallösungen werden schnell und günstig programmiert. Das Portfolio an günstigen Standardprodukten wird weiter ausgebaut. Kunden, die wir einmal gewonnen haben, bleiben uns treu – die ältesten seit 1984!

Schon dreimal ist unsere pdv-software GmbH umgezogen – zunächst auf 188 m² im Pracherstieg 1 (die m²-Zahl entspricht übrigens der Zahlenreihe 10111100 in unserem Logo), dann auf rund 550m² in der Stapelner Str. 1 und 2017 auf 880 m² in unserem neuen Büro Im Schleeke 50.

Auf dem jetzigen Grundstück sind übrigens Erweiterungen bis auf 3.200 m² möglich. Die Zeiger stehen auf Wachstum.