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Seit vielen Jahren befasst sich die pdv-software mit Prozessdaten in der Industrie. Dabei spielt das Thema Wärme bzw. Abwärme stets eine gewichtige Rolle. Unsere Kunden bilden mit unserer Software u.a. Wärmeflüsse ab, um Energieberichte oder Energiebilanzen zu erstellen.

Neu bei dieser Betrachtung ist die Kältetechnik. Im Forschungsprojekt „KaP Kältesystemcheck“ geht es um die Begutachtung, Auswertung und Optimierung von Kälteanlagen. Umfangreiche Informationen zu diesem Projekt und der von uns realisierten Softwarelösung samt kostenlosen Download finden sie unter www.kältesystemcheck.de.

Derartige Lösungen, besonders zur Betrachtung sehr komplexer, großer Kühlanlagen, richten sich vorwiegend an Spezialisten aus der Branche. Für uns ist wichtig, dass wir mit diesem Projekt einen tiefgehenden Einblick und damit eine besondere Expertise im Bereich der Kühltechnik bekommen haben. Dieses Spezialwissen werden wir in künftige industrienahe Projekte einbringen können, bei denen Kühlung ein bedeutsamer Faktor ist.

 

Ausführlicher Hintergrund

Mit dem vermehrten Einsatz von Kälteanlagen in der Produktion und Gebäuden steigt der Anteil am Gesamtenergieverbrauch. Wie bei Anlagen zur Wärmeversorgung ergibt sich bei Anlagen zur Klimatisierung und Kälteversorgung ein Mehrbedarf an Energie, wenn Mängel in der Betriebsführung bestehen, Regelparameter falsch eingestellt sind oder eine unzureichende Wartung erfolgt. Insbesondere in komplexen Anlagen können nicht nur Fehleinstellungen einzelner Anlagenparameter oder Komponenten, sondern insbesondere die Kombination verschiedener Mängel zu unnötigen Kosten führen. Im ungünstigen Fall führt der Ausfall eines Kältesystems zu Problemen im Betrieb bzw. der Gewährleistung von Betriebsparametern von Anlagen, Maschinen oder (Lager-)Räumen mit besonderen raumklimatischen Anforderungen.

Eine konsequente, ganzheitliche Erfassung sowie energetische Bewertung und Optimierung der Kältetechnik ist Voraussetzung zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Auch zur Vermeidung von Fehlfunktionen und Betriebsstörungen ist die kontinuierliche Wartung und Instandhaltung notwendig - und im gewerblichen Bereich teils auch vorgeschrieben. Darüber hinaus reduzieren weitergehende Maßnahmen wie eine Betriebsüberwachung und regelmäßige Auswertung die Energiekosten und helfen dabei, Probleme oder Störungen zu vermeiden.

Im Projekt KaP II des EFZN (Energie-Forschungszentrum Niedersachen) werden anhand standardisierter Vorgehensweisen und Werkzeuge für die Bewertung der Effizienz in einer umfassenden Software-Lösung zusammengeführt. Die Software führt strukturiert Schritt für Schritt durch die Inspektion und Optimierung von Kälteversorgungssystemen (einschließlich den Elementen Kälteerzeuger, Rückkühler, Kälteverteilung, Speicherung und Übergabe).

Eine solch umfassende, benutzerfreundliche Anwendung zur Aufnahme und Bewertung von kältetechnischen Anlagen ist in dieser Vollständigkeit neu auf dem Markt. Bisherige Lösungen und Leitfäden, die den Betrieb von Kältemaschinen verbessern sollen, konzentrieren sich diese nur auf die Kälteerzeugung an sich, betrachten aber nicht die umfangreiche Aufnahme des Kälteanlagensystems über unterschiedliche Bilanzgrenzen (von Wärmesenke bis zur Einbringung) hinweg.

Die Projektleitung oblag dem Energie‐Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN). Die Umsetzung und Programmierung übernahm die pdv‐software GmbH als kompetenter Entwicklungspartner für die Standardsoftware. Zugleich war pdv-software als Berater hinsichtlich der Nutzung der verwendeten Messtechnik und der detaillierten Untersuchung der Anlagensysteme am Projekt beteiligt.

 

Zielgruppen

Die Software spricht zwei unterschiedliche Benutzergruppen an:

1.) Betriebstechniker bzw. den Betreiber der Anlage, der mit hinterlegtem ingenieurstechnischen Know‐how detaillierte Informationen und Betriebsparameter der Anlage ermittelt und so ein erweitertes Verständnis für ihre Anlage erlangt sowie geringfügige Fehlbetriebe erkennt. Daraus können im Folgenden Maßnahmen zur Optimierung eingeleitet und diese in ihrem Einsparpotential qualitativ abgeschätzt werden.

2.) Anwender mit Ingenieurshintergrund oder ähnlichem Wissensstand, die mit Hilfe der Software detailliertere Untersuchungen am Kältesystem durchführen und im Folgenden komplexere zu ermittelnde betriebstechnische Optimierungspotentiale aufdecken können. Darunter fallen z.B. die Auswertung von Kurzzeitmessungen, die Untersuchung der hydraulischen Zustände oder die Erkennung von Optimierungsmaßnahmen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Das Ergebnis dieser Ebene soll eine quantitative Abschätzung der ermittelten Maßnahmen zur energetischen und finanziellen Einsparung liefern.

 

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Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:

Tristan Niewisch, Geschäftsführer
Tel. 05321-573222
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