Aktuelles
| Energiemanagement-System für die Dyckerhoff AG |
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Das an allen produzierenden Standorten der Dyckerhoff AG bereits eingeführte Arbeitsschutz- und Umweltmanagementsystem wird deshalb in 2012 um ein Energiemanagementsystem (nach DIN EN 16.001 / ISO 50.001) erweitert werden, welches nicht nur den Anforderungen einer externen Zertifizierung genügt, sondern durch die Korrelation der Energiedaten mit Produktions- und Qualitätsdaten auch nachhaltig die Energieeffizienz verbessert. Zum künftigen Energiemanagementsystem heißt es in einem von der Dyckerhoff AG veröffentlichtem Artikel: "Zu den Werkzeugen des Energiemanagementsystems gehören u. a. die Erfassung von Kenngrößen und deren einheitliche Auswertung, die methodische Überprüfung der vorhandenen Anlagentechnik inklusive aller Hilfsaggregate und ein Abgleich mit innovativen, möglicherweise effizienteren Alternativen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kommunikation und Dokumentation, um die Erfahrungswerte eines Werks für andere Standorte noch besser nutzen zu können. Durch abwechselnde Schwerpunktthemen wird die Entwicklung von energiesparenden Lösungen in allen Bereichen, auch außerhalb des Produktionsalltags, gefördert." Basis für dieses Energiemanagementsystem ist das im Jahre 2001 eingeführte Produktionsinformationssystem PrInS, welches im Auftrag der Dyckerhoff AG von der pdv-software GmbH in Goslar entwickelt wurde. Da in den unterschiedlichen Standorten auch in Bezug auf die unterlagerte Steuerungs- und Messwerterfassung unterschiedliche Prozess- und Messtechnik zum Einsatz kommt, werden die Daten in Form von Stoff-/Massenströmen und Energieströmen den Werkstrukturen zugeordnet und in einer Datenbank abgelegt. Aus dieser Basis werden die Daten für das kundenspezifisch optimierte Energiemanagementsystem der Dyckerhoff AG gewonnen. Die softwaretechnologische Grundlage für das Produktionsinformationssystem ist ein Komponentenframework, welches sich mit nur wenig Aufwand an neue Anforderungen - im konkreten Projekt zum Ausbau des Energiemanagementsystems - anpassen und erweitern lässt. |


In den letzten 10 Jahren haben viele unserer Kunden aus der produzierenden Industrie drastische Erhöhungen der Strompreise hinnehmen müssen. In der aktuellen Energiediskussion stehen dem Trend steigender Strompreise wenig Argumente entgegen, dass die Bezugskosten fallen könnten. Sinkende Energiepreise, wie sie als Folge der Finanzkrise im Jahr 2008 eingetreten sind, dürften weiter die Ausnahme bleiben. Die im internationalen Vergleich ohnehin hohen Stromkosten in Deutschland beeinträchtigen durch die staatlichen Zusatzlasten - im Besonderen durch den EU-Emissionshandel - die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie in hohem Maße. Die Inanspruchnahme einer teilweisen Rückerstattung der EEG-Umlage für energieintensive Industrie, sowie steuerliche Vergünstigungen sind an den Nachweis eines im Betrieb eingesetzten Energiemanagementsystems gekoppelt.